CMD-Behandlung Hamburg

Die Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD) – Das Kiefergelenk und seine Wechselwirkungen

Was ist CMD?

Die Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion, kurz CMD, beschreibt eines der häufigsten funktionellen Erkrankungsbilder unserer Zeit und bezeichnet eine funktionelle Störung des Kiefergelenks. Diese kann die Kieferöffnung oder den Kieferschluss betreffen. Ein Knacken im Kiefergelenk ist evtl. ein erster Hinweis auf eine Fehlbelastung bzw. Fehlstellung im Gelenk. Auch kann eine muskuläre Verspannung durch Knirschen oder auch nur „Beißen“ bzw. „Pressen“ der Zähne in der Nacht ein Grund für eine muskuläre Überanstrengung darstellen und auf Dauer zu einer Überlastung im Kiefergelenk führen.

Welche Symptome verursacht eine Störung des Kiefergelenks?

Die Symptomatik kann bei der CMD sehr vielgestaltig sein. Häufig berichten Betroffene über Ohrenschmerzen. Meist konnte sich jedoch in vorherigen HNO-Untersuchungen kein auffälliger Befund des Ohres feststellen lassen.

Doch nicht nur Ohrenschmerzen können auftreten. Vielmehr können Kopfschmerzen, Tinnitus, Hörstürze, Schwindel, Nacken- und Rückenschmerzen, selbst Knieschmerzen ein Anzeichen für eine funktionelle Störung im Kiefergelenk sein.

Oft suchen Betroffene Rat bei Zahnärzten, Orthopäden, HNO-Ärzten, Neurologen u.v.m., um die Ursache Ihrer Beschwerden abklären zu lassen. Doch meist lassen sich in den genannten Fachbereichen keine organischen Ursachen finden. Häufig fällt dann die Diagnose eines psychosomatischen Beschwerdebildes ohne jedoch funktionelle Störungen in Betracht zu ziehen.

Diagnostik der CMD

Wichtig ist zunächst die schulmedizinische Abklärung der bestehenden Beschwerden. Dabei sind je nach Beschwerdebild die verschiedensten Disziplinen eingebunden. Hierzu zählen am häufigsten die Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Zahnärzte und Kieferorthopäden sowie Neurologen und Orthopäden. Sind hier die Ursachen für eine organische Erkrankung entsprechend des Beschwerdebildes ausgeschlossen, so sollten auch funktionelle Beschwerden in Betracht kommen.

Je nach Kenntnisstand der einzelnen Disziplinen erfolgen erste funktionelle Abklärungen bereits im Rahmen der organischen Untersuchung. Um einen tiefergehenden Einblick hinter die Symptomatik werfen zu können, bedarf es zusätzlicher Ausbildungen u.a. in der manuellen Medizin und der Osteopathie. Diese ermöglichen die Beurteilung der Funktion einzelner Gelenke, Muskeln und sogar des Bindegewebes wie z.B. den sogenannten Faszien. Bewegungsabläufe, Einschränkungen im Gelenkbewegungsausmaß oder auch pathologische Muskelverspannungen werden hierdurch aufgedeckt und können häufig Zusammenhänge zwischen den einzelnen Beschwerden herstellen.

Zu den manualmedizinischen Untersuchungen zählt auch die Kontrolle von sogenannten Aufbiß- bzw. „Knirsch“-Schienen. Ist eine Schiene in einem bereits vor Abdrucknahme beim Zahnarzt „schiefen“ Kiefer eingesetzt, kann diese die Beschwerden fixieren bzw. Im schlimmsten Fall sogar verstärken. Daher sollte die Schienenpassform immer nach Anfertigung und zahnärztlicher Kontrolle durch einen Manualmediziner / Osteopathen kontrolliert werden. Gegebenenfalls sind hiernach erneute Anpassungen an der Schiene notwendig, bis eine statische Balance im gesamten Körper erreicht wird.

Die Ursachen einer plötzlichen Hörminderung scheinen multifaktoriell zu sein. Häufig berichten Patienten über ein Auftreten in besonderen Stresssituationen gepaart mit Nacken- oder Rückenschmerzen. Doch ist es der Stress? Sind es die Verspannungen? Oder lassen sich hierbei andere Ursachen finden?

Eine der häufigsten Ursachen einer einseitigen Hörminderung ist ein sog. Ohrenschmalzpfropf. Dieser kann spontan oder auch weit häufiger durch den Einsatz von Ohrenstäbchen entstehen, und je nach Ausprägung Hörsturz-ähnliche Symptome hervorrufen.

Ist dies jedoch nicht der Fall, gilt es andere Ursachen für eine einseitige Hörminderung auszuschließen. Weitere Ursachen des plötzlichen Hörverlustes lassen sich dabei in organische, funktionelle und auch psychische Komponenten unterteilen.

Warum können Rücken- oder Knieschmerzen vom Kiefergelenk kommen?

Sie denken jetzt sicherlich: „Das kann gar nicht sein! Chronische Rückenschmerzen oder Knieschmerzen ausgehend vom Kiefergelenk – da ist doch keine Verbindung! Und die Entfernung ist doch viel zu groß für einen Zusammenhang!“

Dr. Prochnow - Manuelle Medizin in Hamburg

Dies stimmt leider nicht. Um die Entstehung von Störungen in unserem Körper zu verstehen, sind folgende Aspekte zu beachten. Unser Achsenskelett ist ein zusammenhängendes System von Knochen und Gelenken. Alle mit dem Achsenskelett in Verbindung stehenden Gewebe (Sehnen, Muskeln, Faszien etc.) können auf dieses Einfluss nehmen bzw. werden von ihm beeinflusst.

Störungen in der Haltung unseres Körpers können Einfluss auf die Lage und Beweglichkeit von Organen in den Körperhöhlen bedingen und damit auf die Funktion dieser einwirken.

Aufgrund dieser Gegebenheiten führt eine Störung z.B. eine Fehlstellung in einem Gelenk zwangsläufig zu Veränderungen des Gesamtsystems.

Warum können Rücken- oder Knieschmerzen vom Kiefergelenk kommen?

Sie denken jetzt sicherlich: „Das kann gar nicht sein! Chronische Rückenschmerzen oder Knieschmerzen ausgehend vom Kiefergelenk – da ist doch keine Verbindung! Und die Entfernung ist doch viel zu groß für einen Zusammenhang!“

Dies stimmt leider nicht. Um die Entstehung von Störungen in unserem Körper zu verstehen, sind folgende Aspekte zu beachten. Unser Achsenskelett ist ein zusammenhängendes System von Knochen und Gelenken. Alle mit dem Achsenskelett in Verbindung stehenden Gewebe (Sehnen, Muskeln, Faszien etc.) können auf dieses Einfluss nehmen bzw. werden von ihm beeinflusst.

Störungen in der Haltung unseres Körpers können Einfluss auf die Lage und Beweglichkeit von Organen in den Körperhöhlen bedingen und damit auf die Funktion dieser einwirken.

Aufgrund dieser Gegebenheiten führt eine Störung z.B. eine Fehlstellung in einem Gelenk zwangsläufig zu Veränderungen des Gesamtsystems.

CMD - Das Experiment

Ich finde folgendes Beispiel sehr schön, um sich diesen Sachverhalt zu verdeutlichen. Sie können dieses Experiment übrigens auch zu Hause ausprobieren.

Nehmen Sie ein möglichst großes Handtuch – am besten ein Saunahandtuch. Dieses ist ungefähr so groß wie Sie selbst. Mit einer zweiten Person spannen die das Saunahandtuch der Länge nach über die gefassten Eckpunkte auf. Merken Sie sich die Zugspannung auf jeder Seite, das Gefühl des Haltens, die Ausgeglichenheit des Handtuchs in diesem Zustand. Nun legen Sie dieses flach auch den Boden, das Bett oder eine Liege. Mach Sie jetzt einen Knoten in eine der Ecken des Handtuchs, so dass noch ein kleiner Zipfel der Ecke herausragt. Nun spannen Sie das Handtuch erneut auf, indem Sie wieder die Ecken des Handtuches greifen. Fühlen Sie! Irgendetwas hat sich verändert – richtig? Fragen Sie einmal die Person am anderen Ende des Handtuchs, ob sich etwas zu vorher verändert hat. Sie werden merken, dass selbst die Person am anderen Ende eine leichte Veränderung in der Balance der Spannung merkt. Auch können Sie die Falten im Handtuch sehen, die sich nicht nur auf den Knoten vor Ort beschränken. Vielmehr dehnen Sie sich weit in das Handtuch hinein aus.

Das Handtuch sind in Wirklichkeit Sie selbst. Eine Veränderung an der entferntesten Ecke unseres Körpers kann zu einer Veränderung am anderen Ende führen. Dabei werden die Veränderungen mit zunehmender Distanz zwar insgesamt geringer, aber mehrere Veränderungen wie Muskelverspannungen mit Gelenksveränderungen und Überlastung sowie auch Stress sind allesamt „Knoten“ in unserem Körper und beeinflussen diesen. Je mehr Störungen auftreten, umso größer die Symptomatik. Und so können Symptome auch erst Jahre nach einer aufgetretenen Störung bemerkt werden, da die initialen Veränderungen zunächst zu gering waren. Wird jedoch diese initial auslösende Ursache eines Beschwerdebildes übersehen, kann dies eventuell zu einer ausbleibenden Besserung trotz zahlreicher jedoch lediglich symptomorientierter Therapieansätze führen.

Da alle Muskeln eines Körpers über Gelenke und Sehnen miteinander verbunden sind, kann so z.B. auch eine Verspannung im Kiefergelenk über eine Verspannung der Halsmuskulatur eine Halswirbelblockierung verursachen. Diese wiederum kann als sogenannte absteigende Kette entlang der Wirbelsäule bis in das Becken hineinwirken und darüber letztlich eine Knie- und auch Sprunggelenksbelastung bedingen. Die Entstehung solcher Beschwerden geschieht dabei selten spontan, sondern ist meist mit einer längeren Überlastung verbunden. Wird jedoch die Ursache der initialen Beschwerden gefunden, auch wenn diese weit vom eigentlichen Schmerzpunkt entfernt liegt, kann so eventuell eine dauerhafte Linderung herbeigeführt werden.

Diese Ausgangspunkte zu finden ist Kerngebiet der manuellen Medizin / Osteopathie und auch der Applied Kinesiology.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapiemöglichkeiten richten sich nach dem Beschwerdebild und der Ursache der Symptome und kann durch verschiedenste Ansätze behandelt werden. Neben den klassischen HNO- & zahnärztlichen sowie kieferorthopädischen und orthopädischen Ansätzen bei organischen Störungen, zählen zu den komplementären  & begleitenden Therapiemöglichkeiten die:

Welche Therapieform für Sie die richtige ist, wird in einem Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt getroffen. Dabei gilt es Kontraindikationen für die ein oder andere Methode auszuschließen und den für Sie richtigen Ansatz ganz individuell zu finden. Meistens ist es auch nicht nur eine Methode, die die richtige sein muss. Vielmehr kann es auch erst die Kombination der einzelnen Therapieverfahren sein, die den Ausschlag bringt.

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